Paten für Gabenzaun gesucht
Die Corona-Einschränkungen setzen den Menschen zu. In besonderem Maße betroffen sind Obdachlose. Durch die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens erhalten sie wesentlich weniger Spenden, auf die sie jedoch dringend angewiesen sind. Um sie zu unterstützen, soll auf der Mierendorff-INSEL ein Gabenzaun eingerichtet werden. INSEL-Bewohner*innen können dort Essen und Trinken, Kleidung und andere Dinge deponieren, die sich Obdachlose abholen können. Um dieses Projekt umsetzen zu können, sind jedoch Paten nötig, also Ehrenamtliche, die sich regelmäßig um diesen Zaun kümmern und für Ordnung sorgen. Wer Interesse hat, eine solche Patenschaft im Team zu übernehmen, kann gern das Kiezbüro kontaktieren: Tel. 344 58 74, kiezbuero@dorfwerkstadt.de
Und natürlich möchten wir wissen, welcher Zaun auf unserer Mierendorff-INSEL als Gabenzaun in Frage kommt. Vorschläge nimmt das Kiezbüro gern entgegen.
Neugestaltung des INSEL-Rundwegs
Wie geht es weiter mit der Neugestaltung des INSEL-Rundwegs? Welche Vorstellungen hat der Bezirk, welche Meinung vertreten Experten und was wünschen sich die INSEL-Bewohner*innen? Gemeinsame Gestaltungsmöglichkeiten und Handlungsoptionen diskutieren Expert*innen am Dienstag, 12. Mai, im Rahmen der Veranstaltung STADTLABOR 2050. Ab 19 Uhr können sich interessierte Einwohner*innen in den Online-Lifestream einwählen, zuhören und per Chat Fragen stellen. Anmeldung erbeten bei der Bezirksverwaltung, Lidia Perico, Mail: bne@charlottenburg-wilmersdorf.de
Beim Gespräch dabei sind Oliver Schruoffeneger (Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt in Charlottenburg-Wilmersdorf), Martin Seebauer und Philip Giersberg (SWUP, Büro für Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und Mediation), Andrea Isermann-Kühn (DorfwerkStadt e.V.), Yasser Almaamoun (Architekt, www.plattformnachwuchsarchitekten.de) und Laura Vahl (Professorin für Landschaftsarchitektur, Beuth Hochschule).
Spielplätze wieder offen
Die zwölf Berliner Bezirksbürgermeister*innen haben sich darauf verständigt, die Spielplätze ab 30. April sukzessive wieder zu öffnen. In Charlottenburg-Wilmersdorf gilt das für alle Spielplätze. Es wird jedoch dringend darum gebeten, unbedingt auf die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen zu achten.
Corona-Hilfe: Webshop kostenlos erstellen
Für Kleinunternehmen aus allen Branchen hat der Tagesspiegel in Kooperation mit dem Berliner Online-Spezialisten „web4business“ die Aktion Digitalhelfer ins Leben gerufen. Über dieses Portal lässt sich kostenlos und unkompliziert eine Internetseite mit einem Webshop erstellen.
Online-Bewegungsangebote in Charlottenburg-Nord
Wer langsam Sitzfleisch ansetzt vor lauter Corona-Häuslichkeit, kann sich wieder fit machen, und zwar online. Das Stadtteilzentrum Charlottenburg-Nord bietet kostenlose Kurse an, bei denen Bewegungshungrige via Internet mitmachen können. Auch Bewohner*innen der Mierendorff-INSEL sind willkommen. Dienstags um 10:30 Uhr steht Linedance auf dem Programm, mittwochs um 11 Uhr Sitzgymnastik. Zuschalten kann man/frau sich über Skype. Wer teilnehmen möchte, meldet sich zunächst an über mail@stz-charlottenburg-nord.de und erhält dann vom Stadtteilzentrum einen Einladungslink. Unterstützung beim Einchecken in Skype gibt’s unter Tel. 9029 25260 oder 921 400 34.
Mehrsprachige Infos zum Corona-Virus
Die Website der Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration verlinkt aktuell zu mehrsprachigen Informationen rund um das Coronavirus und seine Folgen für das gesellschaftliche Leben. Zu den Themen gehören unter anderem der Schutz vor COVID-19 sowie Fragen zum Arbeitsplatz, Fragen zum Aufenthalt, finanzielle Hilfen, Unterkünfte und psychosoziale Beratung.
Betriebe in Gefahr
Weniger oder keine Einnahmen bei weiterlaufenden Kosten – etliche Geschäfte und Betriebe auf der Mierendorff-INSEL sind durch die Corona-Einschränkungen in ihrer Existenz bedroht.
INSEL-Bewohner*innen können die Geschäfte in ihrer Nachbarschaft während dieser schwierigen Zeit weiter unterstützen. Viele Geschäfte und Dienstleister haben ihre Leistungen der Krise angepasst. Auf unserem digitalen Marktplatz finden Sie einen Überblick über aktuelle Angebote.
Der Marktplatz ist kostenlos und offen für alle Unternehmen, Selbstständige und Dienstleister auf unserer INSEL. Wer diese Werbe-Möglichkeit gratis nutzen möchte, kann sich an das Kiezbüro wenden. Mail: kiezbuero@dorfwerkstadt.de, Tel. 030 – 344 58 74. Der Marktplatz wird fortlaufend aktualisiert.
Hier geht’s zu den INSEL-Angeboten.
Lieblingsgeschäfte unterstützen
Eine andere Möglichkeit, seine Lieblingsgeschäfte im Kiez während der Corona-Krise zu unterstützen, sind Spenden oder auch Gutscheine. Diese werden jetzt gekauft, aber erst eingelöst, wenn alles wieder normal läuft. Das hilft den Betrieben, die schwere Zeit zu überstehen. Über verschiedene Portale ist diese Unterstützung möglich, zum Beispiel über nebenan.de, über Helfen.Berlin oder über die Kiezhelfer.
Und noch ein Beispiel kann Schule machen: In München hat eine Frau es unlängst vorgemacht. Kurzerhand hat sie eine Monatsmiete für einen Buchladen in ihrer Nähe übernommen – damit auch nach der Krise Bücher in ihrer Nachbarschaft verkauft werden. Aus dieser Aktion ist sogar eine Internetseite entstanden. Dort können unter anderem Vorlagen heruntergeladen werden, die Ladenbesitzer in Not ins Schaufenster hängen können. Aufmerksame Nachbar*innen haben so einen guten Anknüpfungspunkt, um Kontakt aufzunehmen und Hilfe anzubieten.
Lust auf gesunden Genuss?
Wer schon immer wissen wollte, woher das Obst und Gemüse auf seinem oder ihrem Teller eigentlich kommen; wer gern bio, lokal und regional kaufen oder sogar selbst anbauen will, der kann sich seinen Wunsch jetzt erfüllen: Ein Gruppe Interessierter plant für den Mierendorff-Kiez eine SoLaWi-Kooperation. SoLaWi steht für „Solidarische Landwirtschaft“, eine verantwortungsvolle, nachhaltige Landwirtschaft, die ausgerichtet ist auf die Konsumentenbedürfnisse der Zukunft. Als Mitglied finanziert man mit Beiträgen den Anbau von Obst und Gemüse. Im Gegenzug erhält man eigene Ernteanteile. Die klassische Trennung von Produzent und Verbraucher wird aufgehoben: Als SoLaWi-Mitglied übernimmt man nicht nur einen Teil der Kosten, sondern trägt auch Verantwortung für den eigenen Anteil, indem man zum Beispiel an drei Tagen im Jahr auf dem Acker bei der Saat, Pflege oder Ernte mithilft.
Die Gruppe will mit ihrer Initiative auf der Mierendorff-INSEL starten, wenn sich genügend Interessierte zusammenschließen und ein Depotplatz für die angelieferten Obst- und Gemüsekisten gefunden wurde. Wer mitmachen will, gibt einfach im Kiezbüro Bescheid: Tel. 030 344 58 74, kiezbuero@dorfwerkstadt.de
BVV prüft Weinfest auf Mierendorff-INSEL
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat am 23. April einen Antrag beschlossen, die Initiierung eines jährlichen Winzerfestes auf der Mierendorff-INSEL nach dem Vorbild des „Rheingauer Weinbrunnens“ auf dem Rüdesheimer Platz zu prüfen. Das Stadtteilmanagement der Mierendorff-INSEL soll in die Planung eingebunden werden.
Andrea Isermann-Kühn, Koordinatorin der Initiative Nachhaltige Mierendorff-INSEL, erklärt dazu: „Eines der Ziele unserer Initiative ist es, auf der einen Seite die Eigenverantwortung der Einwohner*innen zu stärken und auf der anderen Seite Verwaltung und Politik des Bezirks in die Lage zu versetzen, die Vor-Ort-Kompetenzen zu nutzen. So können nachhaltige, von allen gewollte und getragene Entscheidungen für den Stadtteil gefällt werden.“ In Anbetracht des guten Miteinanders von Bezirk, Verwaltung und Kiezbüro sei es jetzt an der Zeit, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die sich damit beschäftigt, ob und wie ein solches Weinfest auf der INSEL stattfinden kann. Wer Interesse hat, in dieser Arbeitsgruppe mitzuwirken, meldet sich am besten im Kiezbüro: Tel. 344 58 74, kiezbuero@dorfwerkstadt.de
Sprechstunden telefonisch und digital
Die Berliner SPD-Abgeordnete und Sozialpolitikerin Ülker Radziwill aus Charlottenburg bietet am Donnerstag, 30. April, von 17 bis 18.30 Uhr eine Sprechstunde unter Tel. 23 25 22 15 an.
Die Bundestagsabgeordnete Helin Evrim Sommer (Linke), die ihren Wahlkreis in Spandau und Charlottenburg-Nord hat, spricht ebenfalls am Telefon mit Bürgern, und zwar am Montag, 4. Mai, von 18 bis 19.30 Uhr unter Tel. 227 77 519. Anmeldung per Mail an helin-evrim.sommer.ma05@bundestag.de oder unter Tel. 23 56 41 77. Außerdem stellt Sommer ihre Sozialberatung auf telefonische Gespräche um: Katayun Pirdawari beantwortet am 30. April sowie am 7. und 14. Mai von 17 bis 19 Uhr Fragen rund um Hartz IV unter der Tel. 23 56 41 76 – bei Bedarf auch auf Persisch, Dari, Englisch oder Türkisch.
Digitale Sprechstunden bietet die SPD Charlottenburg-Wilmersdorf. Dem Thema Schule und Kita widmen sich die Vize-Fraktionsvorsitzende Claudia Buß und SPD-Stadträtin Heike Schmitt-Schmelz (zuständig für Jugend, Familie, Bildung, Sport und Kultur) am Dienstag, 28. April, von 19 bis 20 Uhr. Um kulturelle Fragen geht es am Donnerstag, 30. April, von 18 bis 19 Uhr bei der Bezirksverordneten Christiane Timper und dem Berliner Abgeordneten Frank Jahnke; beide fungieren in ihren Fraktionen als Sprecher(in) für Kultur. Über Milieuschutz und Mieten können Interessierte am Dienstag, 5. Mai, von 20 bis 21 Uhr mit dem Bezirks-Baupolitiker Wolfgang Tillinger und der Vorsitzenden des Hauptausschusses im Abgeordnetenhaus, Franziska Becker, reden. Anmeldung per E-Mail an ribbeck@spd-fraktion-cw.de
Informationen zur Mierendorff-INSEL auch unter:
www.mierendorffinsel.org
https://www.facebook.com/Mierendorff.INSEL/
Mit den besten Grüßen,
Ihr Team aus dem Kiezbüro