Die Kirchengemeinde Charlottenburg existiert seit 124 Jahren. Nach der Fusionierung von drei Gemeinden besteht sie derzeitig aus ca. 750 Mitgliedern, von denen im Durchschnitt 200-240 die sonntäglichen Gottesdienste besuchen.

Die Gemeinde hat eine sehr offene und ökumenische Grundatmosphäre mit großem ehrenamtlichen Engagement. Viele gemischtkonfessionelle Paare mit kleinen Kindern haben hier ihre Heimat gefunden. Es gibt zahlreiche Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Senioren. Fast jeden Sonntag findet nach dem Gottesdienst ein Kirchencafé statt. Zur Gemeinde gehört ein großer Kirchenchor, der jeden Gottesdienst musikalisch mitgestaltet. Das Teilen von Freude und Leid, die gegenseitige Unterstützung in Notsituationen prägt das Gemeindeleben und wird von vielen Glaubensgeschwistern als bereichernd erlebt.

Bild: Oskar Kretschmann

Seit 1930 nutzt die Gemeinde das Kirchengebäude in Charlottenburg. Damit ist sie seit Jahrzehnten eine konstante Einrichtung religiösen Lebens im Stadtteil. Die Gemeinde hat engen Kontakt zur DorfwerkStadt e.V und im vergangenen Jahr mit Unterstützung des Bezirksamtes und der DorfwerkStadt e.V.  die Verschönerung der unmittelbaren Umgebung der Kirche begonnen. Zusammen mit den Kirchengemeinden Gustav-Adolf-Kirche, Mor Afrem und der Presbytarian Church of Ghana beteiligt sie sich an dem Projekt für die nachhaltige Stadtentwicklung auf der Mierendorff-Insel. Über diese Projektarbeit haben sich die Kirchengemeinden näher kennen und schätzen gelernt und eine hohe Übereinstimmung christlichen Glaubens gefunden. Gemeinsam werden nun kontinuierliche ökumenische Veranstaltungen geplant.

Bild: Oskar Kretschmann

Die neuapostolische Kirche (NAK) ist im Jahr 1863 aus der katholisch-apostolischen Kirche hervorgegangen, die wiederum einige Jahrzehnte zuvor in Schottland und England von Mitgliedern der anglikanischen und schottischen Kirche gegründet wurde. Inzwischen ist die NAK weltweit mit zahlreichen Gemeinden und etwa 10 Millionen Mitgliedern vertreten.

Text: Matthias Pirlich