Was tut sich am Spreebord?
Seit Jahren wird diskutiert, geplant, verworfen, neu geplant. Es geht um die vorgesehene Bebauung am Spreebord auf dem Gelände des Tanklagers. Nun gibt es einen neuen Stand: In einer öffentlichen Einwohner*innen-Veranstaltung am 11. August um 18 Uhr in der Aula des Gottfried-Keller-Gymnasiums werden die städtebaulichen Entwürfe von fünf Architektur-Büros vorgestellt. Diese wurden im Rahmen eines städtebaulichen Gutachterverfahrens gemeinsam von Bezirk und Investoren im Vorfeld ausgewählt. Am Tag nach der Veranstaltung entscheidet das Gutachtergremium (bestehend aus Vertretern der Bezirksverwaltung, der Eigentümer sowie Architekten, Städteplanern und Landschaftsplanern), welchen Entwurf sie als Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren empfehlen. Interessierte Bewohner*innen der Mierendorff-INSEL sind bei der Veranstaltung willkommen. Sie können sich informieren, ihre Meinung zu den einzelnen Entwürfen äußern und Anregungen geben. Wichtig zu wissen: Es geht um die zukünftige städtebauliche Figur auf dem Gelände, nicht um die konkrete Ausführung der einzelnen Gebäude.
„KiezFreund“ – kostenloser Lieferservice mit Lastenrad
Ein kostenloser Liefer- und Abholservice unterstützt zurzeit Bewohner*innen und lokales Gewerbe auf der Mierendorff-INSEL und im Kiez rund um den Klausenerplatz. „KiezFreund“ heißt der Pilotversuch, der noch bis Anfang August Lieferungen von Gewerbebetrieben mit e-Lastenrädern zu den Bewohner*innen bringt. Gebucht werden kann der kostenlose Service Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr unter Tel. 030 – 340 925 30 (Mierendorff-INSEL) und 030 – 809 247 12 (Klausenerplatz-Kiez). Ausgeliefert wird in beiden Quartieren von 10 bis 17 Uhr.
Der „KiezFreund“ bildet die letzte Testphase des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes Distribut-e (www.distribut-e.de). Seit 2017 stellt Distribut-e den Menschen in den beiden Pilotquartieren kostenlos zu mietende e-Lastenräder zur Verfügung und liefert für Firmen wie Edeka und Landkorb Lebensmittel an Endkund*innen aus. Dabei ist deutlich geworden, dass besonders ältere Menschen, die nicht auf die digital zu bedienenden Lieferdienste des Lebensmitteleinzelhandels zugreifen können, diesen Service gern nutzen. Sie können nun im Testlauf den „KiezFreund“ telefonisch erreichen, damit der ihre Einkäufe per e-Lastenrad nach Hause transportiert oder für sie Botengänge erledigt. Für die Zeit nach Abschluss des Feldversuchs wird bereits an quartiersbezogenen Bestell- und Bezahllösungen gearbeitet.
Nachhaltiger Paket-Service „Kiezbote“
Neben dem „KiezFreund“ befindet sich derzeit ein weitere kostenloser Paket-Service auf der Mierendorff-Insel in der Testphase. Der „Kiezbote“ verspricht, genau dann zu liefern, wenn die Empfänger zu Hause sind. Die Pakete aller Versender und Lieferdienste werden zentral im Kiez gesammelt und auf Abruf per App mit dem Lastenrad im Wunschzeitfenster gratis zugestellt. Wer den Service nutzen will, muss sich auf www.kiezbote.berlin registrieren und „Pickshare“ herunterladen, die App des Kiezboten. Dies ist im Google Play Store möglich (für Betriebssystem Android) und im App Store (für Betriebssystem iOS). Sobald das Paket beim Kiezboten eingetroffen ist, gibt der Empfänger nur noch die Lieferadresse an, wählt sein Wunschzeitfenster – und kann die Sendung dann bequem entgegennehmen. Anschließend freuen sich die Kiezboten über Rückmeldungen, damit das Konzept weiter optimiert werden kann.
Der kostenlose Lieferserervice wird im Rahmen des Forschungsprojektes „Kundenorientierte Paketzustellung durch den Kiezboten“ (KOPKIB) erprobt, das vom Berliner Senat gefördert wird. Ziel ist es, die Verkehrs- und Umweltbelastung durch den Lieferverkehr im Kiez zu reduzieren. Die Testphase läuft über sechs Monate. Partner des Projektes sind die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, der Lastenradhersteller Citkar, das Radlogistikunternehmen CycleLogistics, das Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de, die Logistikberatung 4flow, der Online-Händler Zalando und die Logistik-Plattform Pickshare.
Masken abzugeben
Wer noch einen coronatauglichen Mund-Nasenschutz braucht, kann gern in der DorfwerkStadt, Mierendorffstraße 6, vorbeischauen. Das dort angesiedelte Kiezbüro hat noch doppelt genähte Baumwollmasken auf Lager, die gegen eine Spende an Kiezbewohner*innen abgegeben werden: montags bis donnerstags von 10:00 bis 16:00 Uhr, freitrags bis 14:00 Uhr. Einfach klopfen!
Globe-Ensemble spielt wieder
Das Globe-Theater auf der Mierendorff-INSEL steckt schon mitten in seiner zweiten Prolog-Saison und bereitet die erste Eigenproduktion dieses Jahres vor: Gezeigt wird Shakespeares „Der Sturm“. Die Premiere am Donnerstag, 23. Juli, ist bereits ausverkauft. Für die weiteren Vorstellungen sind jedoch noch Karten zu haben. Beginn ist jeweils um um 19:30 Uhr.
Als Gäste auf der noch provisorischen Globe-Bühne an der Sömmeringstraße spielen außerdem „The Swingin‘ Hermlins“ und das Improvisations-Ensemble „Theatersport Berlin“ . Mehr Informationen unter www.globe.berlin.
Teestunde mit Schellack-Musik
„Gerald Moore – der Begleiter“ wird am Donnerstag, 17. September, in der Mendelssohn-Remise, vorgestellt, und zwar mit Original-Schellackplatten aus der Sammmlung des Mierendorff-Insulaners Michael Halfmann. Live auf dem Grammophon! Das Motto ist die typische Frage des Klavier-Begleiters: „Bin ich zu laut?“ Beginn ist um 16:30 Uhr. Es werden Tee und Gebäck gereicht. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Die Mendelssohn-Remise befindet sich in der Jägerstraße 51, 10117 Berlin. Anmeldung erbeten unter Mail: post@mendelssohn-gesellschaft.de oder Tel.: 030 81 70 47 26.
Gespräch zum INSEL-Rundweg auf youtube
Wie geht es weiter mit der Neugestaltung des INSEL-Rundwegs? Dazu haben Expert*innen im Rahmen der Veranstaltung STADTLABOR 2050 am 12. Mai dieses Jahres diskutiert. Interessierte konnten das Gespräch live auf Facebook oder später als Aufzeichnung auf youtube ansehen. Inzwischen ist auch die Diskussion an den einzelnen Stationen des Rundwegs online gestellt:
Gratis und draußen: Ferienworkshops der Jugendkunstschule
Die Jugendkunstschule veranstaltet während der Sommerferien wieder kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche. Noch können verschiedene Angebote gebucht werden.
Was bietet das HaM?
Das Nachbarschaftszentrum unserer INSEL, das Haus am Mierendorffplatz (HaM), bietet zurzeit coronabedingt nur einen Teil seiner sonstigen Kurse und Treffen. Details im Plan für die kommende Woche.
Hochgrebe lädt zur Kiezsprechstunde ein
Christian Hochgrebe, SPD-Abgeordneter für den Charlottenburger Norden im Berliner Abgeordnetenhaus, lädt zur Bürgersprechstunde in sein Kiezbüro ein: Dienstag, 25. August, 17 bis 18 Uhr, Tauroggener Straße 45. Die Corona-Hygienemaßnahmen werden dabei beachtet. Anmeldung erbeten per Mail: christian.hochgrebe@spd.parlament-berlin.de oder per Tel.: 030 – 27 69 71 77.
Gemeinschaftsgarten in Charlottenburg Nord
Die Kleingarten-Kolonie Weidenbaum im Charlottenburger Norden zwischen Heckerdamm und Saatwinklerdamm hat aus einer Parzelle einen Ort zum gemeinsamen Ackern, Austauschen, Ausprobieren und Genießen entwickelt. Die ersten Obstgehölze, Gemüsepflanzen, Stauden und Kräuter sind gepflanzt und warten nun auf Mitgärtner*innen, die gern ein Fleckchen Grün bearbeiten möchten. Zur Verfügung stehen 20 Hochbeete. Interessierte können sich per Mail bei Herrn Witrin melden, dem Gartenfachberater der Kolonie: weidenbaum-23@online.de
Vorschläge für Bürgermedaille erwünscht
Bewohner*innen von Charlottenburg-Wilmersdorf können Menschen, die sich in herausragender Weise um den Bezirk verdient gemacht haben, für die Bürgermedaille vorschlagen. Diese ist die höchste Auszeichnung des Bezirks. Eine Jury aus Mitgliedern der Bezirksverordneten-Versammlung und dem Bezirksamt wählt aus den Vorschlägen die zu Ehrenden aus. Die Bürgermedaillen werden dann am 19. Oktober, dem Bezirkstag, verliehen.
Vorschläge mit Begründung sind bis Freitag, 14. August, schriftlich an das Büro des Bezirksbürgermeisters, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, einzureichen.
Weitere Informationen zur Bürgermedaille
Preisgeld für Nachhaltigkeits-Ideen
Die Initiative Re-Use Berlin hat zwei Ideenwettbewerbe gestartet. Beim ersten werden innovative Ansätze zur Wiederverwendung von Textilien gesucht. Ziel ist es, den extrem hohen Ressourcenverbrauch sowie die immensen Umweltbelastungen von Textilien deutlich zu senken. Die beste von einer Jury ermittelte Idee zur Wiederverwendung von Textilien wird mit 2.000 Euro prämiert, für den Zweitplatzierten werden 1.500 Euro und für den dritten Platz 1.000 Euro ausgelobt.
Im zweiten Wettbewerb werden ein origineller Name und Slogan für den geplanten Re-Use-Store gesucht, in dem gut erhaltene Gebrauchtwaren wie Hausrat, Kleinmöbel, Kleidung sowie Kommunikationsgeräte verkauft werden, die sonst in der Mülltonne oder auf dem Recyclinghof landen. Zusätzlich sollen dort regelmäßig Workshops, Vorträge und Fachdialoge stattfinden. Name und Slogan sollen möglichst all diese Aspekte aufnehmen. Der von einer Jury ermittelte originellste Name für den Re-Use-Store wird mit einem Preisgeld von 1.500 Euro bedacht.
An den beiden Wettbewerben können Einzelpersonen, Teams, Organisationen, Institutionen und Unternehmen teilnehmen. Weitere Infos, Teilnahmeformulare und die Bewertungskriterien unter www.berlin.de/re-use. Einsendeschluss ist jeweils der 18. August 2020.
Re-Use ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie Partnern aus Wirtschaft und Stadtgesellschaft.
Informationen zur Mierendorff-INSEL auch unter:
www.mierendorffinsel.org
https://www.facebook.com/Mierendorff.INSEL/
Mit den besten Grüßen,
Ihr Team aus dem Kiezbüro
Sprechzeiten:
Donnerstag, 10 bis 12 Uhr im Kiezbüro, Mierendorffstr. 6
Mittwoch, 16 bis 18 Uhr, im Haus am Mierendorffplatz (HaM)
Mierendorffplatz 19, Ecke Lise-Meitner-Straße
Mail: kiezbuero@dorfwerkstadt.de