Insulaner der Woche: Michael Halfmann
In jedem Newsletter stellen wir, wenn möglich, eine/n Bewohner/in unserer Mierendorff-INSEL vor. Diese Woche: Michael Halfmann, Altenpfleger, Schellackplatten- und Grammophon-Sammler.
Was reizt Sie an Grammophonen?
Die einfache Mechanik und die Akustik. Diese kleinen Sensationen beim Aufziehen der Motorfeder per Kurbel, das Auflegen der Schellackplatten, das Entsperren der Arretierung, das Auflegen des Tonarmes, selbst der häufige Wechsel der Abspielnadel. Und immer noch kommen gute Töne aus dem Trichter!
Wie viele Schellackplatten besitzen Sie?
Circa 7000, von 1900 bis Ende der 50er. Dazu kommen etwa 40 Grammophone, darunter 5 Trichter- und 16 Koffergeräte, das älteste von 1910. Die Plattensammlung umfasst unter anderem jiddische Lieder, Einspielungen von Edith Piaf, Josefine Baker, Otto Reuter und den Comedian Harmonists, Swing und Rock’n Roll, zum Beispiel Bill Haley und Elvis Presley, sowie viele klassische Aufnahmen, unter anderem von Enrico Caruso, Marta Eggerth, und Yehudi Menuhin.
Hören Sie die Platten nur für sich?
Sehr gern mache ich Veranstaltungen, zum Beispiel zu Geburtstagen und Hochzeiten, aber auch öffentliche. Die nächste ist am Donnerstag, 7. Oktober, ab 16:30 Uhr in der Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51. Da heißt es „Raus mit den Männern aus dem Reichstag“ und „Was kann der Sigismund dafür, daß er so schön ist?“, Lieder von den queeren Künstler*innen Claire Waldoff und Paul O’Montis. Und am Sonntag, 14. November, erklingen Eva Busch und Marlene Dietrich ab 16 Uhr im Lesecafé im Stadtteilzentrum Charlottenburg-Nord, Halemweg 18.
Haben Sie einen Vorschlag, wen wir noch als Insulaner*in der Woche vorstellen könnten? Dann mailen Sie uns, an wen Sie warum denken und geben uns am besten gleich die Kontaktdaten der Person: kiezbuero@dorfwerkstadt.de
HaM mit 2G-Regelung wieder voll geöffnet
Für Gruppen, deren Mitglieder die 2G-Regelung erfüllen, ist der Nachbarschaftstreff „Haus am Mierendorffplatz“ (HaM) ab Montag 27. September, wieder ohne Einschränkungen geöffnet. Abstands- und Maskenpflicht fallen dann weg.
2G bedeutet, dass alle Teilnehmer*innen entweder vollständig geimpft sind und die letzte Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt. Oder dass die Teilnehmer*innen von einer Corona-Erkrankung genesen sind und als Nachweis ein positives PCR-Testergebnis, das älter als sechs Monate ist, vorweisen können – plus Impfnachweis, der mindestens 14 Tage zurückliegt. Oder ein positives PCR-Testergebnis vorlegen, das mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate alt ist.
Für alle anderen Gruppen im HaM gilt die 3G-Regel. Das bedeutet das nur Personen teilnehmen dürfen, die unter die 2G-Regelung fallen oder einen negativen PCR-Test nachweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist, beziehungsweise einen negativen Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist. Bei der 3G-Regelung dürfen sich im großen Gruppenraum maximal zehn Personen aufhalten, im Foyer maximal sechs.
Der Wochenplan gibt einen Überblick über die aktuellen Angebote im HaM. Auch Ausstellungen sind wieder zu sehen: Bis 4. Oktober zeigt Harmut Piecha Bilder zum Thema „An der Küste“.
Angebote der Gustav-Adolf-Kirche für Kinder und Familien
In den Herbstferien bietet die Kirchengemeinde Gustav-Adolf ein Programm für Kinder an, und zwar vom 11. bis 15. Oktober, jeweils von 10 bis 15 Uhr. Motto: Eine Woche voller Wunder. Es geht ums Wundern, um kreatives Gestalten und das gemeinsame Kochen des Mittagessens, Kosten: 30 Euro pro Person. Infos und Anmeldung. Ansprechpartnerin ist Diakonin Claudia Bücherl, Mail: kinder@gustav-adolf-gemeinde.de
Für Grundschüler gibt es bei der Gustav-Adolf-Kirche verschiedene Gruppentreffen: zu kirchlichen Themen, gemeinsamem Kochen oder musikalischer Förderung. Auch Angebote zur Familienbildung sind im Programm.
Sprechstunde und Rechtsberatung im Kiez
Christian Hochgrebe, SPD-Abgeordneter für den Charlottenburger Norden im Berliner Abgeordnetenhaus, lädt jeden vierten Dienstag im Monat zur Bürgersprechstunde ein. Nächster Termin: 28. September, 17 bis 18:30 Uhr. Anmeldung erbeten per Mail: christian.hochgrebe@spd.parlament-berlin.de oder per Tel.: 030 27 69 71 77.
Außerdem organisiert Hochgrebe jeden ersten Donnerstag im Monat von 17 bis 18 Uhr eine kostenlose Rechtsberatung. Nächster Termin, ebenfalls mit Anmeldung: 7. Oktober.
Sprechstunde bei Bezirksstadtrat Herz
Arne Herz, Bezirksstadtrat für Bürgerdienste, Wirtschafts- und Ordnungsangelegenheiten, bietet eine Bürger*innen-Sprechstunde an, und zwar am Freitag, 24. September, von 9 bis 11 Uhr auf dem Wochenmarkt an der Preußenallee. Anmeldung nicht erforderlich.
„Scratch“-Programmier-Kurse für Kinder
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf bietet ab sofort „Scratch“-Programmierkurse für Kinder von 9 bis 16 Jahren an. Die Kurse finden in der Heinrich-Schulz-Bibliothek im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, statt. Sie laufen den ganzen Herbst, dienstags ab 16 Uhr nur für Mädchen, mittwochs ab 16 Uhr für Mädchen und Jungen. Mit dem Programmierungstool „Scratch“ können die Teilnehmenden eigene Geschichten oder Spiele erstellen und dabei spielerisch eine der Kernkompetenzen des 21. Jahrhunderts erlenen. Informationen und Anmeldung
Plastikdeckel sammeln fürs Recycling
Plastik ist viel mehr als man und frau gemeinhin denkt, nämlich ein wertvoller Rohstoff, der recycelt werden kann. Diesen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit geht auch das gemeinnützige Berliner Start-up-Unternehmen Merijaan, das aus altem Plastik neue Gebrauchsgegenstände herstellt, etwa Halterungen für Surfboards. Dazu benötigt das Kleinunternehmen Plastikdeckel von Flaschen oder Tetrapaks, die nicht mehr gebraucht werden. Insulaner*innen können ihre Deckel gesammelt und sauber in der DorfwerkStadt abgeben: Mierendorffstraße 6. Oder am Samstag, 25. September, beim Plastik-Aktionstag direkt bei Merijaan, Haus der Materialisierung (im Hof), Karl-Marx-Allee 1 (Zugang über den Parkplatz Berolinastraße). Verwendet werden können Plastik-Produkte mit den eingeprägten Codes 2-HDPE, 5-PP oder 6-PS.
Kronkorken für den guten Zweck
Wer genau hinschaut, sieht es: Überall auf der Mierendorff-INSEL liegen Kronkorken herum. Im Rahmen der Initiative Nachhaltige Mierendorff-INSEL ist jetzt ein Projekt initiiert worden, das nicht nur Abhilfe schaffen soll, sondern auch einem guten Zweck dient. Insulaner*innen, die Kronkorken sammeln, können diese im Nachbarschaftstreff „Haus am Mierendorffplatz“ (HaM) abgeben, Mierendorffplatz 19, und zwar mittwochs von 10 bis 16 Uhr, donnerstags von 13 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 030 818 05 363. Die gesammelten Kronkorken werden als Altmetall verkauft. Der Erlös geht an die Aktion „Kronkorken für Therapiehunde“ .
Spreebord-Bebauung: Unterschriften-Aktion läuft weiter
Wer gegen die aktuellen Pläne zur Spreebord-Bebauung ist, kann seine Meinung auf einer Unterschriftenliste deutlich machen. Die laufende Aktion wurde verlängert. Die Listen zum Unterschreiben liegen im Nachbarschaftstreff „Haus am Mierendorffplatz“ (HaM) aus sowie im Kiezbüro, Mierendorffstraße 6. Die Unterschriften-Listen werden demnächst an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), die noch über das Bauvorhaben befinden muss, und die Bezirksverwaltung weitergeleitet.
Im Kiezbüro hängt auch ein offener Brief an die Fraktionen der BVV aus, den die Initiative Nachhaltige Mierendorff-INSEL (NMI) geschrieben hat. Die NMI und das INSEL-Zukunftsteam (IZKT), ein ehrenamtlicher Beirat innerhalb der Initiative, sind mit der aktuellen städtebaulichen Planung Am Spreebord nicht einverstanden. Sie fordern unter anderem die Einbeziehung eines Nachbarschaftszentrums in das Vorhaben. In der NMI engagieren sich Bewohner*innen und Akteur*innen aus unserem Stadtteil. Ihr Ziel ist es, das Leben auf der INSEL für alle Bewohner*innen I-nnovativ, N-achhaltig, S-ozial, E-mpathisch und L-ebenswert mitzugestalten.
Zum Hintergrund: Der Siegerentwurf des jüngsten Wettbewerbs zur Spreebord-Bebauung vom Büro Höhne ist vor Kurzem in überarbeiteter Form im Stadtentwicklungsausschuss der BVV vorgestellt worden. Bereits im Wettbewerb wurde der Entwurf in einer öffentlichen Informationsveranstaltung von Bewohner*innen der Mierendorff-INSEL als langweilig und rein auf Vermarktung ausgerichtet kritisiert. Dennoch wurde der Entwurf von der Jury als Sieger gekürt. Die aktuelle Überarbeitung lässt nach Ansicht von NMI und IZKT keine Verbesserungen für den Stadtteil erkennen.
Konkret fordern NMI und IZKT für die Bebauung Am Spreebord:
- Das Gebäude Quedlinburger Straße 11 muss zur Nutzung als Nachbarschaftszentrum für die Mierendorff-INSEL erhalten bleiben.
- Die Zahl der Mietwohnungen muss steigen, die Zahl der Eigentumswohnungen sinken.
- Mindestens 30 % aller entstehenden Wohnungen müssen dem sozialen Wohnungsbau unterfallen.
- Die Höhenstaffelung muss von Süd nach Nord ansteigen.
- Das Mobilitätskonzept muss ÖPNV, Car-Sharing, E- und Fahrradmobilität favorisieren.
- Das Freigelände muss so beschaffen sein, dass eine Gliederung in private, halböffentliche und öffentliche Flächen klar zu erkennen ist. Die INSEL-Bewohner*innen müssen die öffentlichen und halböffentlichen Flächen nutzen können. Eine Durchquerung des Geländes muss für alle möglich sein.
Nominierungen für den Integrationspreis
Wer hat sich im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf um die Integration verdient gemacht? Gruppen, Organisationen oder Einzelpersonen, auf die das zutrifft, können bis zum 15. Oktober für den Integrationspreis des Bezirks nominiert werden. Einreichungen und weitere Informationen auf der Internetseite des Integrationsbüros. Ein Fachjury wählt jeweils drei Finalist*innen pro Kategorie aus. Anschließend haben die Bewohner*innen des Bezirks die Möglichkeit per Abstimmung die Sieger zu wählen. Verliehen wird der Integrationspreis am Samstag, 18. Dezember. Er ist mit 500 Euro in der Kategorie Einzelperson dotiert und mit 1000 Euro in der Kategorie Gruppe.
Online-Informationen für Senior*innen
Das Senior*innenprogramm Charlottenburg-Wilmersdorf ist nun auch online verfügbar. Unter https://60plus-in-charlottenburg-wilmersdorf.de finden Interessierte alle bezirklichen Informationen und Angebote für ältere Menschen, die es bisher nur im gedruckten Senior*innenprogramm gab. Zu finden sind unter anderem Übersichten über die verschiedenen Wohnmöglichkeiten für Senior*innen, über Freizeit- und Begegnungsstätten, vielfältige Beratungsangebote, Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements sowie Informationen zur Arbeit der Seniorenvertretung.
Indische Musik in Heinrich-Schulz-Bibliothek
Eine Hommage an Meister der indischen Raga-Musik präsentiert die Musikschule City-West am Freitag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr in der Heinrich-Schulz-Bibliothek im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100. Zu hören ist unter anderem nordindische Raga-Musik von Ravi Shankar und Kamalesh Maitra. Die Teilnahme ist kostenlos. Es gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Um Anmeldung wird gebeten: per Mail an stadtbibliothek@charlottenburg-wilmersdorf.de oder Tel.: 030 9029 12217.
Tool zur Weiterverwendung gebrauchter Kleidung
Berlin hat jetzt ein praktischen Tool, um gebrauchte Kleidung weiterzuverwenden: Der digitale „A-GAIN-GUIDE“ biete eine Karte, auf der die kreativsten und effizientesten Wege zu Reparatur, Wiederverwendung oder Up- und Recycling zu finden sind. Über Filterfunktion wird angezeigt, welche Änderungsschneidereien, Second Hand Shops, Designer*innen, Sammelstellen, Schustereien und Initiativen als Anlaufstellen im direkten Umfeld zu finden sind.
Energie- und Klimaschutzprogramm 2030
Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz verlängert das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK 2030) bis 2026. Bereits im ersten Umsetzungszeitraum 2017 bis 2021 sind viele Maßnahmen erfolgreich realisiert worden. Nun soll das BEK 2030 nach den Vorgaben des Berliner Energiewendegesetzes weiterentwickelt werden. Alle Berliner*innen sind eingeladen, sich einzubringen und ihre Stadt klimaneutral umzugestalten. Hinweise und Anregungen können auf mein.berlin, der Beteiligungsplattform des Landes Berlin, eingegeben werden. Dort finden sich auch weitere Informationen.
Corona: Gut zu wissen
Die Corona-Inzidenz steigt wieder und es gibt nach wie vor Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Was Sie wissen sollten, finden Sie hier.
Videos zur Corona-Impfung in Fremdsprachen
Informationsvideos über die Ziele und die Wirkung der Corona-Impfung in den Sprachen Arabisch, Farsi, Englisch, Französisch, Russisch, Rumänisch, Polnisch und Türkisch hat das Integrationsbüro Charlottenburg-Wilmersdorf erstellt. Die Filme sind auf dem YouTube-Kanal des Integrationsbüros zu sehen.
Günstige Corona-Auszeit für Familien
Im Rahmen des Programms „Corona-Auszeit für Familien“ des Bundesfamilienministeriums können Familien mit geringem Einkommen sowie Familien mit Angehörigen mit Behinderung günstige Urlaubsangebote nutzen. Sie können sich so von den Pandemiefolgen erholen und wieder Kraft tanken. Die Erholungsaufenthalte in gemeinnnützigen Familienferienstätten können ab Mitte September 2021 bis einschließlich Dezember 2022 gebucht werden. Für bis zu eine Woche Urlaub zahlen die Familien nur etwa zehn Prozent der üblichen Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Infos, auch per Mail: familienferienzeiten@kolpinghaeuser.de oder gebührenfrei über Telefon: 0800/866 11 59.
Informationen zur Nachhaltigen Mierendorff-INSEL auch unter:
www.mierendorffinsel.org
https://www.facebook.com/Mierendorff.INSEL/
Mit den besten Grüßen,
Ihr Team aus dem Kiezbüro
Sprechzeiten:
Donnerstag, 10 bis 12 Uhr im Kiezbüro, Mierendorffstr. 6
Mittwoch, 16 bis 18 Uhr, im Haus am Mierendorffplatz (HaM)
Mierendorffplatz 19, Ecke Lise-Meitner-Straße
Mail: kiezbuero@dorfwerkstadt.de